Kultur

Kleidung und Ausstattung macht den Stand eines einzelnen Menschen oder einer bestimmten Gruppe für einen Betrachter auf den ersten Blick sichtbar. Aus heutiger Sicht ist die Zugehörigkeit zu einem Handwerk meist in spezifischer Berufskleidung erkennbar oder in der Uniform einer Schule, Hilfsorganisation oder militärischen oder staatlichen Einrichtung. Kleidungsordnungen im geschäftlichen Umgang, sowie auf offiziellen Anlässen, traditionellen Festen unterschiedlicher Volksgruppen oder familiären Ereignissen wie Hochzeiten oder Beerdigungen sind heute ein fester Bestandteil der modernen Gesellschaft.

KulturIn den vergangenen Epochen wurde die Kleidung eines jeden Einzelnen noch weitaus höher bemessen, als es heute der Fall ist. Jeder Stand, ob Leibeigener, Bauer, Edelmann, Adel und Klerus hatte seine vorgegebenen Kleidungs-, Schmuck und Haartrachtregeln. Diese Regeln zu über- oder unterschreiten wurde streng geahndet und Frauen, die sich unschicklich und nicht der Gesellschaft entsprechend anzogen, streng bestraft.

Jedes Land, Stadt oder Gemeinde unterschied sich durch Trachten, Farben, Schmuckarten und andere Besonderheiten. Dies erleichterte oft das Kennenlernen oder schuf Antipathien sozusagen auf den „ersten Blick“. Unser Verein hat es sich zu einer seiner Aufgaben gemacht, aus verschiedenen Epochen der europäischen Geschichte Kleidungsstile für die Betrachter zu rekonstruieren und zu tragen. Auch die Bedeutung der diversen Accessoires und Erkennungsmerkmale können Kulturinteressierte Besucher bei uns auf dem Markt oder bei Veranstaltungen erfahren. Aus der früheren Geschichte fertigen wir Kleidung der Siedlung „Haithabu“ im heutigen Schleswig in Anlehnung an die frühen Friesen, Schweden, Rus und nordischen Völker. Einige von uns orientieren sich an der Kleidung des Früh- und Spätmittelalters, einige unserer Tänzerinnen und Tänzer fertigen und tragen zum Teil Gewandungen des britischen Hofes zur Zeit der Tudor-Dynastien oder zeigen feine und leichte Kleider des französischen und deutschen Empire.

KulturSo entsteht neben der historisch angelehnten Darstellung auf mittelalterlichen Märkten auch ein Zweig der musealen Präsentation vom Wandel der Mode im Laufe der westeuropäischen Zeit. Für Museen und kulturelle Einrichtungen haben wir ein modifizierbares Programm aus Modenschau und Tanzvorführung aus mehreren Jahrhunderten zusammengestellt, auf den Märkten stellen wir eine nordische Händlergruppe der Wikinger aus der Zeit um 900 nach Christus für die Besucher zum Ansehen und auch zum Anfassen.

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